Kommentar E. Lukas -Mitglied des Vorstands-

Was der Präsident veröffentlicht, gehört in die Rubrik „Leserbrief“, zumal er keinen Bezug zum Thema des aktuellen Ärzteblatt herstellt, welches primär zum Deutschen Ärztetag berichtet.

Was allerdings viel schwerer wiegt, ist die Missachtung des Beschlusses des Vorstandes der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, das Thema Abschaffung der Bezirksärztekammern nicht vor der konstituierenden Sitzung der Vertreterversammlung Ende des Jahres erfolgen soll!

Die Vertreterversammlung ist unser Souverän und steht dem Präsidenten vor!

Es ist völlig inakzeptabel, dass er seine Position dazu benutzt, die Leser zu instrumentalisieren in SEINEM Sinn. Die Suggestion, dass alles besser würde mittels der Zentralisierung auf eine Landesärztekammer steht im Widerspruch, dass heutzutage häufig wieder die Dezentralisierung erforderlich wird.

Eine Kostenminimierung für die Mitglieder ist reine Augenwischerei, denn eine Zentralisierung erfordert mehr Personal. Und was die Versorgungseinrichtungen betrifft, so sticht der Beitrag von Herrn Scholz nicht, er beschreibt nur ein mögliches Szenario.

Und dies alles im laufenden Wahlkampf vor der Ärztekammerwahl im September.

Im Editorial wendet sich die Redaktion direkt an den Leser. Anders als bei objektiven, informierenden Darstellungsformen, zum Beispiel bei Reportagen oder Porträts, äußert der Autor des Editorials eine ganz persönliche, subjektiv gefärbte Meinung.

Edeltraud Lukas