Verleihung der Johannes-Müller-Medaille an Dr. med. Ernst A. Göbel

Anlässlich der Vertreterversammlung am 13.06.2018 wurde der Idar-Obersteiner Anästhesist und ehemalige Chefarzt am Städtischen Klinikum mit der Johannes Müller-Medaille ausgezeichnet.

Die Laudatio im Wortlaut:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, meine sehr geehrten Damen und Herren,

Johannes Müller hat für die Bezirksärztekammer Koblenz eine herausragende Bedeutung. Mit der Medaille, die seinen Namen trägt, ehren wir Personen, die sich um das Ansehen der Ärzteschaft und die Gesundheit der Bürger im ehemaligen Regierungsbezirk Koblenz verdient gemacht haben.

Johannes Müller, geboren 1801 zur Zeit der Franzosenherrschaft wurde bereits im Alter von 31 Jahren ordentlicher Professor für Anatomie, Physiologie und pathologische Anatomie in Berlin. So berühmte Leute wie Virchow und Henle gehörten zu seinen Schülern. Sein Handbuch der Physiologie ist eines der wichtigsten medizinischen Werke des 19. Jahrhundert. Er ist ein ganz großer Sohn der Stadt  Koblenz. Sein Denkmal steht auf dem Jesuitenplatz und kann dort bewundert werden.

Lieber Herr Göbel, es ist mir eine große Ehre und Freude, Ihnen heute im Namen des Vorstandes der Bezirksärztekammer Koblenz die Johannes- Müller-Medaille zu verleihen.

Mehr als 30 Jahre lang haben Sie in zahlreichen wichtigen Funktionen und Ämtern die Arbeit der Bezirksärztekammer Koblenz und der Landesärztekammer Rheinland Pfalz entscheidend geprägt und beeinflusst. Sie alle aufzuführen würde jeden Zeitrahmen sprengen. Erwähnen möchte ich jedoch, dass Sie 25 Jahre Vorstandsmitglied der Bezirksärztekammer Koblenz waren und davon von 1981 bis 1996, also 15 Jahre lang, stellvertretender Vorsitzender. Insbesondere die Weiterbildung war und ist Ihnen auch heute noch ein ganz besonderes Anliegen. Deshalb sind Sie uns bis heute und auch weiterhin ein wichtiger Prüfer in Ihrem Fachgebiet der Anästhesie, in dem Sie ja auch unverändert aktiv tätig sind.

Lieber Herr Göbel, auch Sie sind das, was man als sogenanntes berufspolitisches Urgestein bezeichnet. Wir haben diese Urgesteine noch in Koblenz, aber sie werden weniger. Diese Kolleginnen und Kollegen zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie den „Medizinbetrieb“ mit hoher Fachkenntnis stets kritisch begleiten und dies auch artikulieren. Sie sind dabei immer fair, aber niemals zu verbiegen. Sie zeichnen sich aber auch dadurch aus, dass sie von allen Fraktionen geachtet und respektiert werden.

Lieber Herr Göbel, ja, Sie haben deutliche Spuren hinterlassen. Wir danken Ihnen dafür.

Herzlichst

Ihr

Karlheinz Kurfeß