Patienteninformation

Vermutung eines Behandlungsfehlers

Vermutet der Patient einen Behandlungsfehler, bietet der Öffnet externen Link in neuem FensterSchlichtungsausschuss zur Begutachtung ärztlicher Behandlungen bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz eine Überprüfung an, in deren Rahmen der Sachverhalt auf der Grundlage des Vorbringens der Beteiligten und der Krankenunterlagen beurteilt wird.

Privatärztliche Honorarforderungen

Fragen des Patienten zu privatärztlichen Honorarforderungen und den gebührenrechtlichen Vorschriften (GOÄ), sind an den Öffnet externen Link in neuem FensterHonorarausschuss der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz zu stellen. Dazu wird der komplette Schriftverkehr, insbesondere die beantandete Rechnung und im Falle eines operativen Eingriffs, den Operationsbericht, benötigt.

Beschwerde gegen einen Arzt

wir bedauern, wenn Sie Anlass sehen, sich über ärztliches Verhalten zu beschweren.

Die Bearbeitung einer Beschwerde erfordert ein geordnetes Verfahren. Wir müssen den betroffenen Arzt bzw. die betroffene Ärztin daher zu Ihrer Eingabe hören. Hierzu benötigen wir Ihr Beschwerdeschreiben in brieflicher Form, mit Ihrer Postanschrift versehen, sowie von Ihnen per Hand unterzeichnet. Aus Gründen der Beweissicherung genügt daher insbesondere die Beschwerdeerhebung per E-Mail diesen Anforderungen nicht. Zur besseren Lesbarkeit verwenden Sie bitte eine Schreibmaschine oder den PC. Außerdem wollen Sie bitte den betroffenen Arzt bzw. die betroffene Ärztin oder sonstige Personen von ihrer Schweigepflicht entbinden. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift in leserlicher Form an und unterzeichnen die Entbindung von der Schweigepflicht eigenhändig sowie unter Angabe von Datum und Ort.

Sollten Sie die Beschwerde als nicht betroffener Dritter erheben, so lassen Sie die Erklärung über die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht bitte vom betroffenen Patienten ausfertigen. In diesem Fall benötigen wir auch Ihre Bevollmächtigung von dem Patienten in schriftlicher Form.

Sobald die vollständigen Unterlagen hier eingegangen sind, werden wir Ihre Beschwerde dem betroffenen Arzt oder der betroffenen Ärztin zur Stellungnahme zuleiten. Ärzte sind uns gegenüber zur Auskunft verpflichtet; aus Rechtsgründen ist aber niemand gehalten, sich selbst zu belasten.

Da wir nicht befugt sind, förmlich Beweis zu erheben ist es denkbar, dass der Sachverhalt von uns nicht abschließend ermittelt werden kann und letztlich „Aussage gegen Aussage“ steht.

Auf jeden Fall aber werden wir Sie über das Ergebnis unserer Ermittlungen unterrichten. Haben Sie bitte Verständnis, dass die Bearbeitungsdauer abhängig von der zu führenden Korrespondenz variieren und im Ausnahmefall durchaus auch einige Monate betragen kann. In diesem Fall bitten wir Sie schon jetzt von Nachfragen abzusehen. Wir kommen in jedem Fall unaufgefordert wieder auf Sie zu.

Gute ärztliche Behandlung ist uns ein Anliegen. Haben Sie aber bitte Verständnis, dass wir nur dann in eine qualifizierte Bearbeitung eintreten können, wenn die oben aufgeführten formalen Voraussetzungen gegeben sind.

Weitere Informationen

Fragen im vertragsärztlichen Bereich, also beispielsweise die Frage nach der Verodungsfähigkeit eines Medikaments, eines Hilfsmittels oder eines Heilmittels, sollten Sie mit Ihrer Krankenkasse klären. Die Krankenkasse überprüft mit Hilfe der Öffnet externen Link in neuem FensterKassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz dar ärztliche Verhalten im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit dem Vertragsarztrecht.

Liegt ein Beschwerdegrund hinsichtlich der Behandlung im Krankenhaus vor, so sind wir hinsichtlich des pflegerischen Teils der Beschwerde nicht zuständig.
Diese Fälle prüft die Krankenhausleitung oder die Beschwerdestelle des Krankenhauses (Patientenfürsprecher).