Verleihung der Johannes-Müller-Medaille für die Koblenzer Gastroenterolgen Dr. med. Albin Lütke und Dr. med. Josef Weismüller

von links nach rechts: Frau Marlene Weismüller, Dr. med. Josef Weismüller, Dr. med. Karlheinz Kurfeß, Dr. med. Albin Lütke, Frau Constanze Schwertner

Die Koblenzer Ärztekammer ehrt verdiente Gastroenterologen 

Anlässlich der Verabschiedung von Dr. med. Albin Lütke wurde den beiden Koblenzer Gastroenterologen Dr. med. Albin Lütke und Dr. med. Josef Weismüller vom Vorstand der Bezirksärztekammer Koblenz die Johannes Müller Medaille verliehen. Beide haben mehr als 30 Jahre in einer Gemeinschaftspraxis zusammengearbeitet. 

In seiner Laudatio hat der Vorsitzende der Ärztekammer, Dr. med. Karlheinz Kurfeß, die herausragenden Fachkenntnisse, den Fleiß und die Empathie der beiden Ärzte gegenüber ihren Patienten besonders hervorgehoben.

„Sie haben es geschafft, zum Synonym ihres Fachgebietes in Koblenz und Umgebung zu werden.“ Das ist einzigartig so Karlheinz Kurfeß.

Die großen Verdienste der beiden Ärzte um die Gastroenterologie in der Bundesrepublik Deutschland wurden besonders hervorgehoben. „Sie haben die ärztliche Reputation des Bezirk Koblenz in großartiger Art und Weise weit über das bisher bekannte Ausmaß gesteigert“ so Kurfeß zum Abschluss seiner Laudatio.

Nachfolgend die Laudatio:

Lieber Herr Lütke, lieber Herr Weismüller, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich danke herzlich für die Einladung auf dieses schöne Schiff, wenngleich es schon nachdenklich stimmt, wenn man auf einem Schiff ist und weiß, dass der letzte Lotse gerade von Bord gehen will.

Ich bin gekommen als gastroenterologisch tätiger Klinikarzt, der seit Jahrzehnten die Erfolgsgeschichte der Praxis Lütke/Weismüller mit Hochachtung verfolgt. Ich bin aber auch als Vorsitzender der Koblenzer Ärztekammer im Auftrag des Vorstandes ganz offiziell hier.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren,

wer von Ihnen den Koblenzer Jesuitenplatz kennt, der weiß, dass hier das Denkmal von Johannes Müller steht.
Johannes Müller ist einer der ganz großen Söhne der Stadt Koblenz. Geboren 1801 zur Zeit der Franzosenherrschaft wurde er bereits im Alter von 31 Jahren ordentlicher Professor für Anatomie, Physiologie und pathologische Anatomie in Berlin. So berühmte Leute wie Virchow und Henle gehörten zu seinen Schülern. Sein Handbuch der Physiologie wurde zu einem der wichtigsten medizinischen Standardwerke des 19. Jahrhunderts. Leider verstarb Johannes Müller bereits 1858 im Alter von 57 Jahren.
Die Bezirksärztekammer Koblenz ehrt mit der Johannes-Müller-Medaille Personen, die sich um das Ansehen der Ärzteschaft und die Gesundheit der Bürger im ehemaligen Regierungsbezirk Koblenz verdient gemacht haben. Es ist die höchste Auszeichnung, die die Bezirksärztekammer Koblenz verleiht.

Es ist mir eine große Freude und Ehre, Ihnen lieber Herr Lütke und Ihnen lieber Herr Weismüller im Namen des Vorstandes der Bezirksärztekammer Koblenz die Johannes-Müller-Medaille zu verleihen.
Nein, es ist mir nicht Bange um die gastroenterologische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten in Koblenz und Umgebung. Die wird weiterhin hervorragend sein. Das sehe ich, wenn ich mich heute hier umschaue.
Was also ist das besondere an den Herren Lütke und Weismüller? Es ist nicht nur die Tatsache, dass Albin Lütke 1983 der erste Kassenarzt für Gastroenterologie in Rheinland-Pfalz war, der interventionell endoskopiert hat. Es ist auch nicht nur die Tatsache, dass Josef Weismüller nicht Chefarzt wurde, sondern sich 1986 entschlossen hat, zusammen mit Albin Lütke eine Gemeinschaftspraxis zu gründen.
Das besondere dieser Kollegen ist es, dass sie es durch herausragende Fachkenntnisse, Fleiß und Empathie gegenüber ihren Patienten geschafft haben, zum Synonym des Fachgebietes Gastroenterologie in Koblenz und Umgebung zu werden. Das ist einzigartig.
Daneben haben beide es geschafft der Koblenzer Gastroenterologie auch bundesweit einen herausragenden Stellenwert zu sichern. Egal ob Hamburg, Wiesbaden, Bad Kreuznach oder München. Einer von beiden war sicher da und hat vorgetragen oder zumindest ein Poster vorgestellt.
2011 war das Jahr, in dem Albin Lütke und Josef Weismüller 25 Jahre gemeinsamer Arbeit mit dem Koblenzer Sommer-Symposium Gastroenterologie gefeiert haben. Das war ein Highlight inmitten der BUGA, die für Koblenz so wichtig war. Alles, was Rang und Namen in der gastroenterologischen Szene hatte und hat war anwesend und spätestens jetzt war klar, dass die beiden Koblenzer dazugehören.

Lieber Herr Lütke, lieber Herr Weismüller, Sie haben die ärztliche Reputation des Bezirk Koblenz in großartiger Art und Weise weit über das bisher gekannte Ausmaß gesteigert.

Ich überreiche Ihnen die Johannes- Müller- Medaille mit großer Freude.
Ihr
Karlheinz Kurfeß