Verleihung der Johannes-Müller-Medaille an Dr. med. Matthias Psczolla

Die Laudatio von Dr. Kurfeß:

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

Johannes Müller – ein großer Sohn der Stadt Koblenz. Geboren 1801 zur Zeit der Franzosenherrschaft wurde er im Alter von 31 Jahren ordentlicher Professor für Anatomie, Physiologie und pathologische Anatomie in Berlin. So berühmte Leute wie Virchow und Henle gehörten zu seinen Schülern. Sein Handbuch der Physiologie wurde zu einem der wichtigsten medizinischen Werke des 19. Jahrhundert. Leider war sein Erdenwandel im Jahre 1858 schon beendet.

Sein Denkmal steht auf dem Jesuitenplatz in Koblenz und kann dort bewundert werden.

Die Bezirksärztekammer Koblenz ehrt mit der Johannes-Müller-Medaille Personen, die sich um das Ansehen der Ärzteschaft und die Gesundheit der Bürger im ehemaligen Regierungsbezirk Koblenz verdient gemacht haben. Es ist die höchste Auszeichnung, die die Bezirksärztekammer Koblenz verleiht.

Es ist mir eine große Freude und Ehre, Ihnen lieber Herr Psczolla im Namen des Vorstandes der Bezirksärztekammer Koblenz die Johannes-Müller-Medaille zu verleihen.

Wir haben sie hier in Koblenz -Gott sei Dank- reichlich, die sogenannten berufspolitischen Urgesteine. Einige davon sind regelrechte Felsen. Sie sind einer davon.

Sie sind uns seit Jahrzehnten treu und haben dies dadurch dokumentiert, dass Sie von 1981-1991 und von 2001 bis 2016 Mitglied unserer Vertreterversammlung waren. Dabei waren Sie von 2001-2006 stellvertretender Vorsitzender der Bezirksärztekammer.

In der Landesärztekammer waren Sie von 1981-1991 und von 2001-2016 ebenfalls Mitglied der Vertreterversammlung und von 2001-2006, sowie von 2011-2016 Mitglied im Honorarausschuss.

Ihre berufspolitische Heimat ist die Liste Soziales und Gesundheit. Auch andere Listen hätten Sie -das darf ich Ihnen versichern- gerne in ihren Reihen gehabt.

Lieber Herr Psczolla, Sie sind Präsident der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin und haben bis Ende 2015 das Muskuloskeletale Zentrum in St. Goar geleitet und weit über die Grenzen von Rheinland-Pfalz bekanntgemacht. Wer mit Rückenschmerzen in St. Goar aus dem Zug steigt kann nach einem kurzen Zwischenstopp bei Ihnen ohne dieselben wieder einsteigen. Rheinschiene gleich Rückenschiene - das ist Ihr Verdienst.

Sie haben aber auch dafür gesorgt, dass aus ganz Deutschland Kolleginnen und Kollegen nach Boppard kommen, um von Ihnen und Ihren Mitarbeitern zu lernen und die von Ihnen ins Leben gerufene Zusatzqualifikation Manuelle Medizin/Chirotherapie zu erwerben.

Sie haben die ärztliche Reputation des Bezirks Koblenz erheblich gesteigert – und Sie haben Profil gezeigt. Ihre Verabschiedung in St. Goar stand unter der Überschrift „Nur wer Profil zeigt, hinterlässt auch Spuren“.

Eine dieser Spuren wird nun die Johannes-Müller-Medaille sein. Ich überreiche Sie Ihnen mit großer Freude.

Ihr
Karlheinz Kurfeß